[Mama-Leben] Zwischen Freude und Erschöpfung – die ersten Monate mit Baby

Unser Zwerg ist mittlerweile 8 Monate, die Zeit vergeht, ich sag euch das.
Ich möchte euch einen kleinen Einblick geben wie die erste Zeit so verlaufen ist. Es tut immer gut sich auszutauschen und zu wissen, dass man nicht alleine ist 🙂

Man hört ja oft, dass die ersten drei Monate am schwierigsten sind. Rückblickend gesehen, kann ich da nur zustimmen. Eigentlich sind die Babies noch nicht ganz „fertig“ und müssten theoretisch noch 3 Monate länger in uns weilen aber da wäre eine Geburt undenkbar.
Das Mädchen ist die erste Zeit jeden Tag so gegen 19:00 etwas unruhig geworden. Diese Unruhe hat sich bis in die späten Abendstunden gezogen. Stundenlang habe ich sie getragen, ihr Geschichten erzählt, gesungen und „schhhh…, schhhh“ gemacht. Sie hat sich am besten beruhigt, wenn sie mit ihrem Kopf an meinem nackten Brustkorb gelehnt war. Sie musste immer etwas Haut spüren.
Nach 4-5 Wochen wurde sie am Abend beim Stillen immer etwas wild. Sie hat richtige Kämpfe mit meiner Brust ausgetragen. Ich war verzweifelt und machte mir schon Gedanken, ob meine Milch vielleicht nicht reicht. Man lässt sich leider viel zu schnell von außen verunsichern, vor allem von der älteren Generation. Meistens gehen die nicht mit der Zeit und glauben, es ist alles wie vor 30 Jahren und nur weil sie selbst Kinder großgezogen haben, sind sie Experten. Ich kann euch nur sagen, dem ist in den meisten Fällen nicht so!
Meine Hebamme beruhigte mich und versicherte mir, dass dieses Verhalten ganz normal ist und ich dem Mädchen immer wieder die Brust anbieten solle. Ab dem Zeitpunkt habe ich alles etwas gelassener gesehen und dadurch war es auch einfacher für mich diese Situation anzunehmen.
Mit Blähungen und Bauchweh hatte das Mädchen auch zu kämpfen, was ja auch nichts ungewöhnliches ist für ein Baby. Der Darm muss sich erst entwickeln. Meistens so gegen 02:30 nachts hat sie sich gekrümmt und hat vor sich hingewimmert im Schlaf. Da kamen auch immer viele Pubsis. Und Vormittag nach dem Stillen hatte sie auch immer starke Bauchschmerzen. Da drückte sie richtig. Da tat sie mir sehr leid. Wirklich helfen kannst du ihnen nicht. Man kann es ihnen etwas erleichtern mit Bauchmassagen, Wärmekissen und dem Fliegergriff. Den mochte unser Mädchen aber nicht so gern. Am meisten hat ein Bäuchleinöl aus der Apotheke geholfen. Da sagt man auch nach den ersten drei Monaten ist es vorbei, bei uns hat es schon so knapp über 4 Monate gedauert. Nach drei Monaten ist es besser geworden aber sie hatte weiterhin in der Früh starke Blähungen. Das legte sich erst so gegen dem 5. Monat.

Die schwierigste Zeit habe ich so um der 8. Woche empfunden, 8.-12. Woche. Da war sie untertags auch oft unruhig und mit dem Kinderwagen fahren war auch so ein Problem. Oft sind wir nur paar Meter gegangen und es war schon vorbei. In diesen Fällen bietet sich eine Tragehilfe sehr gut an. Unser Mädchen mochte das Tragetuch anfangs mehr, ab dem 5. Monat funktionierte die Trage sehr gut. Wir haben beides von „Manduca„, kann ich sehr empfehlen.
In dieser Zeit hatte ich auch das Gefühl, dass ich stillend auf der Couch versumpern werde. Sie wollte ständig nur die Brust. Ich habe sie gestillt, wir gingen raus und schon wieder wollte sie an die Brust. Das war übrigens schon etwas früher so. Ab der 5. Woche. Da bot ich ihr nämlich einen Schnuller an, den sie eher widerwillig nahm. Ca. 4-5 Wochen hat sie den Schnuller genommen, dann wollte sie ihn nicht mehr. Bis heute nicht. Hat Vorteile aber auch Nachteile. Dazu noch mehr.
Einfacher wurde es ab der 14. Woche. Da merkten wir richtig, dass sie schon ein kleines Persönchen ist.
Ab dem 5. Monat hörte plötzlich die abendliche Unruhe auf. Jetzt handhaben wir es so, dass wir ins Schlafzimmer gehen, sie trinkt und schläft ein. Ich trage sie noch etwas und lege sie ab. Zur Zeit funktioniert das Ablegen mal besser, mal schlechter. Und der Nachteil von „keinen Schnuller nehmen“ ist definitiv, dass die Brust der Schnuller ist. Sobald sie etwas unruhig ist, braucht sie meistens die Brust. Sie trinkt da kaum, sondern nuckelt nur. Diese Situation haben wir jetzt ca. seit 3-4 Monaten. Mal sehen, ob sich das bald wieder legt. Der Vorteil von „keinen Schnuller nehmen“ ist natürlich, dass ich ihn ihr nicht „abgewöhnen“ muss. Wie ihr seht, es hat immer alles seine Vor- und Nachteile.
Im Großen und Ganzen haben wir ein sehr entspanntes Mädchen, es läuft alles ziemlich ruhig ab. Wir sind viel unterwegs, mittlerweile auch mit Kinderwagen 😉 Aber die Trage ist immer mit dabei. Stundenlang liegt sie nicht im Kinderwagen, was ich auch verstehen kann aber es funktioniert schon ganz gut.
Wir waren auch schon auf Urlaub mit dem Mädchen, mit Auto. Wir sind von Wien nach Serbien und dann weiter nach Griechenland gefahren. Das hat auch gut geklappt. Ich wollte diese Reise anfangs nicht machen, da ich mir Sorgen machte wegen der Autofahrt aber mein Mann „überredete“ mich. Auch, wenn alles gut geklappt hat und wir einen entspannten Urlaub hatten, fand ich die Autofahrt trotzdem etwas anstrengend. Da ich sie ja doch manchmal rausnehmen musste aus der Babyschale und mich das innerlich schon etwas stresste. Ich war auf jeden Fall froh, als wir wieder zu Hause waren. Zu Hause ist zu Hause. Da ist alles gut organisiert und griffbereit. Nächstes Jahr werden wir eine Flugreise machen. Mal sehen wie das wird.
Ich glaube es ist gut, dass man nicht weiß, wie es sein wird. Das härteste am Mamasein empfinde ich das Schlafdefizit. Mit dem Schlaf steht und fällt alles. Man glaubt gar nicht, was man trotzdem alles schafft. Das können nur die Hormone sein, anders kann ich mir das nicht erklären.
Zwischendurch hatte ich auch Momente, wo ich auf der Couch gesessen bin und die Tränen sind geflossen. Das gehört dazu. Ganz normal! Nehmt die Situation an, nächsten Tag ist es wieder besser.
Abschließend möchte ich euch noch auf den Weg mitgeben, euch nicht von anderen stressen zu lassen oder sich etwas einreden zu lassen. Hört auf euer Gefühl, geht eurer Intuition nach. Ihr macht alles richtig. Jedes Baby ist anders, jede Familie ist anders, jeder Alltag ist anders. Und vergleicht euch nicht. Ich erwische mich auch manchmal dabei das Mädchen mit anderen zu vergleichen aber es ist totaler Schwachsinn. Habt Vertrauen in euch!

 

2 thoughts

  1. Sehr schön beschrieben. Ich habe es ähnlich in Erinnerung: mit dem Schlaf steht und fällt einfach alles 🙂 Zum Glück nahmen meine Kinder einen Schnuller; wir haben das als Erleichterung empfunden, aber man kann es sich natürlich nicht immer aussuchen. Alles Gute weiterhin für euch 🙂

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