[Mama-Leben] 1. Schwangerschaft – meine persönlichen Erfahrungen & Tipps

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, schon länger nichts von mir gehört – es hat sich auch sehr viel getan: vor knapp über 9 Wochen ist unser kleines Wunder zur Welt gekommen!
Da braucht es erstmals viel Ruhe und man kann sagen was man will, man muss sich rundum neu organisieren 🙂 Zu dem Thema noch mehr in weiteren, folgenden Beiträgen.

Wie ist sie also verlaufen, meine 1. Schwangerschaft?

Vorweg, es hat ein ziemlich langes Weilchen gedauert, bis ich überhaupt schwanger wurde, so knapp über 2 Jahre. Wir haben aber nicht nachgeholfen, es ist dann einfach letztes Jahr im Sommer passiert.
Warum dies so lange gedauert hat, weiß ich nicht aber ein Grund kann durchaus sein, dass ich das unbedingt schon wollte und mich nach und nach mehr unter Druck setzte. Auch, weil meine damalige Arbeitssituation so ganz und gar nicht meinen Vorstellungen entsprach und ich mir dachte, das wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt etwas Abstand zu gewinnen aber wie es im Leben so oft ist: wenn man unbedingt etwas will bzw. erzwingen will, funktioniert es am wenigsten. Das habe ich auch wieder gelernt. So habe ich mich den Herausforderungen auf meiner Arbeitsstelle stellen „müssen“ und habe natürlich, im Nachhinein betrachtet, dadurch auch sehr viel dazu gelernt. Es passiert nichts einfach nur so.
Letztes Jahr im Frühjahr begann ich nach und nach loszulassen. Da half mir 1. der Urlaub mit meinen Freundinnen in Florenz und 2., das war das Ausschlaggebende, wo ich dann komplett los lies, der Urlaub mit Herrn Biss in Zandvoort & Amsterdam, in dem ich auch das Buch „Das Cafe am Rande der Welt“ von „John Strelecky“ gelesen habe. Diese Kombination machte irgendwie „klick“ in meinem Kopf und ich konnte die Sache schwanger zu werden nun entspannt sehen. Und siehe da: 1 1/2 Monate später war es dann auch schon so weit.
Wenn ihr einen Kinderwunsch habt, bitte stresst euch nicht bzw. lasst euch auch nicht stressen. Das war zusätzlich auch noch Thema. Immer wieder wurde ich darauf angesprochen. Ich war schon extrem genervt und habe mir das dann auch abgestellt. Du musst ja nicht unhöflich werden aber man kann den Leuten in seinem Umfeld ganz höflich sagen, dass man nicht darüber sprechen will und wenn man es will, macht man es ja sowieso. Also, bleibt bei euch selbst, irgendwann wird es funktionieren. Und auch, wenn es bisschen Unterstützung benötigt (gynäkologisch etc.), dann soll es auch so sein.

Wie war es nun?
Bis zur 14. SSW hatte ich stark mit Übel- und Müdigkeit zu kämpfen und der Kreislauf war auch ziemlich im Keller. Zu dem Zeitpunkt war gerade Hochsommer und es hatte so um die 35-40 Grad, also das perfekte Wetter dafür 🙂
Mit dem Essen war das auch so eine Sache. Vieles, das ich sonst gerne gegessen habe, bekam ich einfach nicht mehr runter. Sogar Schokolade :-D. Ich konnte einfach keine Schokolade mehr essen, mir wurde speiübel davon. Stattdessen mochte ich es eher herzhafter, würziger und etwas sauer. Mitten im Hochsommer hatte ich Gusto auf Chili con carne, Sauerkraut etc., haha. Obst konnte ich kiloweise essen, vor allem Äpfel und Weintrauben :-D. Die Weintrauben machten sich dann bemerkbar, haha!
Und ich musste mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag essen, das half ein bisschen gegen die Übelkeit, und, Cola. 2-3 Wochen lang trank ich 1 Dose Cola am Tag. Da verlangte mein Körper danach. Leitungswasser und Tee konnte ich plötzlich gar nicht mehr trinken. Soda-Zitrone war mein neues Lieblingsgetränk 😉 Umso kälter, umso besser. Also, alles ein bisschen anders als sonst. Aber ich kann euch nur sagen, esst wirklich das, worauf ihr Lust habt. Weil genau das tut euch dann auch gut!

So richtig wohl fühlte ich mich ab der 18. SSW. Da kam ein richtiges Hochgefühl und ich spürte unsere kleine Maus das erste Mal. Das war wie so ein „blubbern“ im Bauch, das ist ein sehr schönes Gefühl.

Ich hatte ziemliche „Probleme“ mit der Haut, nicht im Gesicht sondern an den Beinen und an den Unterarmen. Es fing plötzlich an zu jucken und dann entstand so ein kleiner Dippel, so als würde dich eine Gelse stechen. Das war relativ stark von der 18.-24. Woche. Durch eine ganz  milde Hautcreme vom Hautarzt und ein medizinisches Duschgel konnte ich es lindern. Es gibt auch einen Ausdruck dafür, nur weiß ich ihn jetzt nicht ;). Und es ist nichts unübliches in der Schwangerschaft.
An den Unterarmen hatte ich mit so „Histaminquaddeln“ zu kämpfen. Aber auch das ging nach und nach weg.

Ich war 2 Mal auf Urlaub in der Schwangerschaft. Beide Male im 2. Trimester. Einmal eine Autoreise Wien-Serbien-Griechenland, von der. 14.-17. SSW. Das lange Sitzen hat mir dann schon etwas zu schaffen gemacht. Ich glaube, das empfehle ich wirklich nur, wenn die Schwangerschaft noch nicht so weit fortgeschritten ist und der Bauch noch nicht so groß ist.
Die 2. Reise war ein Städtetrip nach Berlin. Da war ich in der 28. SSW. Das hatte ich etwas unterschätzt mit dem vielen Gehen. Das war schon recht anstrengend. Aber mit Pausen zwischendurch ist es ganz gut gegangen.

Ich hatte wirklich Glück und ich nahm nur 7,5 kg zu. Kaum zu glauben 😉
War alles mit der Geburt wieder weg. Ich hatte keine Wassereinlagerungen oder sonst was. Auch habe ich weiterhin Sport gemacht. Natürlich nicht die Intensität wie vorher aber ich war bis zum Schluss aktiv.

In der 38. SSW hatte ich plötzlich mit starkem Juckreiz am ganzen Körper zu tun bekommen, auch an Fuß- und Handflächen. Ich fühlte mich gar nicht wohl. Nach Rücksprache mit meiner Hebamme fuhr ich ins Krankenhaus und nach Untersuchungen kam raus, dass es eine Schwangerschaftscholestase ist, die erhöhte Leberwerte mit sich brachte. Das kann durch die hormonelle Veränderung passieren. Wenn die Gallenflüssigkeit in der Leber nicht ordentlich abgeleitet wird, sammeln sich Gallensalze im Blut und gelangen darüber in die Haut. Das löst den starken Juckreiz aus. Da war ich ziemlich down. Mit dem Baby war zum Glück alles in Ordnung. Ich bekam ein Medikament, das die Leberwerte wieder sinken lies. Das dauerte aber etwas, bis sich die Werte wieder normalisierten. Erst jetzt, 11 Wochen danach, sind die Werte wieder im Rahmen.

Und in der 39. SSW kam der kleine Wurm dann auf die Welt. 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin.
Zur Geburt und dem Wochenbett kommt noch ein extra Beitrag.

Das war so im Großen und Ganzen meine 1. Schwangerschaft. Durch die Schwangerschaft bekam ich noch ein besseres Körpergefühl und es ist eine wunderbare Erfahrung. Es ist einfach wunderschön, wie nach und nach der kleine Wurm in dir heranwächst und du die Veränderungen mitbekommst.

Meine Tipps für eine entspannte Schwangerschaft:

  • Gönn dir Ruhe! Es passiert eine große hormonelle Veränderung, die das ein oder andere schon mal ins Wanken bringen kann. Du und das Baby seid wichtig, nicht die Arbeit!
  • Esst das, worauf ihr Lust habt! Euer Körper braucht das! Natürlich nicht übertreiben aber eine „Diät“ ist in einer Schwangerschaft fehl am Platz.
  • Mach Bewegung. Spaziergehen, leichtes Workout, Yoga.
  • Wenn möglich, mach noch einen Urlaub. Es wird nachher anders 😀
  • Hör auf deinen Körper! Nimm die Zeichen wahr!
  • Entspannt bleiben! Nicht zu viel im Internet nachlesen, dort findet man zu viele Schauergeschichten! Frag deinen Arzt oder deine Hebamme. Da bist du sicher gut und vor allem besser beraten.
  • Und zu guter letzt: Genieße die 8 Wochen Mutterschutz davor! Nimm dir nicht zu viel vor, gehe es ruhig an. Die 8 Wochen sind schneller um, als man glaubt 😉

 

Ich freue mich, wenn ihr mir über eure Erfahrungen schreibt!

Einen schönen Sonntag!

*Bild von pixabay

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