[Ernährung/Wohlbefinden] Die ständige Optimierung und die Achtsamkeit gegenüber sich selbst

Das Thema „Ernährung“ ist ein sehr umstrittenes und dazu gibt es auch sehr viele Sichtweisen. Ständig gibt es einen neuen Trend, immer mehr Vorschläge für Verbesserungen und, und, und. Auf jeden Zug sollten wir aufspringen.
Wir sind bereits ganz weit weg von dem, einfach auf unser Hungergefühl bzw. auf unseren Körper zu hören. Viele von uns empfinden so etwas wie „Hunger“ gar nicht mehr, noch haben die meisten Menschen von uns kaum Bezug zu sich selbst und ihrem Körper. Und genau das wird (aus)genutzt! Sobald ein neuer Trend kommt, wird einem das Gefühl vermittelt, es ginge noch mehr und du kannst deine Ernährung noch weiter optimieren. Immer mehr und mehr.
Ich gebe zu, ich schließe mich da nicht ganz aus, obwohl ich da heute schon entspannter bin und nicht mehr den innerlichen „Druck“ (den man sich übrigens nur selbst macht) verspüre jedem Trend nachlaufen zu müssen,  noch vor einigen Jahren war das anders.

Vor 10 Jahren habe ich begonnen regelmäßig Sport zu treiben und mich auch mit dem Thema „Ernährung“ auseinander zu setzen. Meine Begeisterung dafür war und ist auch heute noch sehr groß , ich startete die Ausbildung zum Ernährungscoach und schloss sie auch ab. Seitdem hat das Thema einen sehr hohen Stellenwert für mich und halte mich auch stets am Laufenden, was es so neues gibt.

Immer mehr habe ich das Gefühl, dass es nur mehr um die reine Optimierung geht und weniger darum, gesund, fit und stark zu sein. Das sind nämlich meiner Meinung nach 3 wichtige Säulen, ein gutes und zufriedenes Leben zu führen. Gesundheit geht immer vor aber es kann nicht gesund sein, wenn ich mir jeden Tag irgendwelche Eiweißpulver, Shakes, Riegel in die Figur schmeiße, die mit Süßungsmitteln und sonstigen Stoffen beladen sind, die den Körper nur täuschen. Wenn ich das ab und zu mal mache, ok aber da geht es ja um eine Regelmäßigkeit und das kann nicht gesund sein!
Mit 20, 30 Jahren wird der Körper das leicht weg stecken, unser Körper ist aber ein sehr kluges System und dieses System merkt sich alles, sei es positiv oder negativ und irgendwann kommt die Rechnung dafür. Zahlt sich das aus? Ich denke nicht!

Es kommt natürlich immer drauf an, welches Ziel du hast, das ist ganz wichtig aber umso natürlicher die Ernährung, umso besser. Wenn ich meine Ernährung zB durch ein reines Proteinpulver ergänze, ohne Zusätze, Süßungsmittel etc., spricht da gar nichts dagegen. Gerade für Personen, die sich vegan ernähren eine gute Alternative aber wenn ich mir ansehe, was so in der Fitnessbranche umgeht, was da verkauft wird, welche Alternativen angeboten werden… also, da wird mir schlecht!
Da geht es rein um Oberflächlichkeiten. Gut ausschauen, koste was es wolle! Und dabei wird volkommen außer Acht gelassen, was uns eigentlich gut tut und wir an Nährstoffen brauchen.
Es steht eine riesige Industrie dahinter, da geht es nur um Profit und das wird nicht verstanden, von der Industrie schon aber von den Leuten, die das kaufen nicht! Das ist das Traurige an dem Ganzen!

Wenn du etwas an deiner Ernährung ändern möchtest, dich nicht wohl fühlst etc., dann ist es ganz wichtig, dass du für dich fest setzt, was du ändern möchtest bzw. wo du hin willst, dich mit dem Thema auseinander setzt und nach und nach dein Ziel angehst, Schritt für Schritt.
Ernährung ist ein sehr komplexes Thema und stetig verändert sich auch etwas, laufend werden neue Studien erstellt.
Achte darauf was dir gut gut. Es gibt nicht für alle den gleichen Weg. Wir sind alle unterschiedlich und das ist auch gut so. Und alles was als gesund gilt, muss nicht unbedingt für dich gesund sein. Vielleicht verträgst du manches nicht.
Ich habe das jetzt raus gefunden bei Trockenfrüchten und Mandelmus. Wenn ich zu viel davon esse, bekomme ich es mit Blähungen zu tun. Soll ich es dann trotzdem weiterhin essen? NEIN! Es ist für MICH nicht das Optimale. In kleinen Mengen ok aber wenn ich es jeden Tag esse, plagt sich mein Verdauungstrakt. Und genau das ist der Ansatz, den ich meine:

Fühle in dich rein! Sei aufmerksamer gegenüber dir selbst!

Spüre wie es dir geht nach dem Essen. Fühlt es sich gut an oder bist du danach müde, wird dir übel, bläht sich dein Bauch auf…. . Essen hat so viel Einfluss auf unseren Körper und auch unseren Geist. Und ganz allein DU bist dafür verantwortlich. Und du selbst solltest dir so wichtig sein, dass du auch nur Gutes für dich willst!
Auf manches haben wir keinen Einfluss, das ist auch gut so aber auf einige Dinge schon, vor allem, wenn es darum geht, auf uns selbst zu achten!

Also, höre in dich rein und achte darauf wie dein Körper auf die Nahrungsmittel reagiert, die du ihm gibst! Und ich bin überzeugt davon, dass du so die optimale Ernährung für dich finden wirst!

 

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2 thoughts on “[Ernährung/Wohlbefinden] Die ständige Optimierung und die Achtsamkeit gegenüber sich selbst

  1. Das kommt mir alles so bekannt vor. Ich bin mit einer natuerlichen Lebens-und Ernaehrungsweise aufgewachsen und habe es bei meinen Kinder fortgefuehrt. Sport war fuer mich immer eine Saeule des gesunden Lebensstils und moeglichst naturbelassene Lebensmittel. Ich hatte in Deutschland ein Gesundheitszentrum und kann mich gut an ein Beratungsgespraech erinnern, das ich mit einer Mutter von 2 kleinen Kindern gefuehrt habe. Sie hat mir erklaert, dass alle staendig krank sind, (sie selber sah ziemlich grau und muede aus) aber sie sich vorwiegend an die Bruker Ernaehrungsform haelt und jeden morgen Frischkornbrei isst mit ihren Kinder. Sie mag aber keinen Frischkornbrei, isst ihn weil er gesund ist. Ich hatte sie gefragt, was sie gerne essen moechte. Da hat sie geantwortet, dass sie viel lieber ein Toastbrot mit Butter und Marmelade essen moechte. Ja und warum machst Du das nicht?
    Ich nehme mal an, dass Du diese Achtsamkeit und Intuition meinst, die im Leben eine grosse Rolle spielt. Jeder Mensch ist anders und hat andere Beduerfnisse und auch der Koerper holt sich was er braucht, wenn wir auf ihn hoeren. Ich kann erst morgens sagen, was ich zum Fruehstueck esse. Manchmal auch nichts. Dann ist das so. Du hast Recht, die Empfehlungen fuer Ernaehrung aendern sich staendig. Eins werde ich nie aendern und das sind moeglichst naturbelassene und bio Nahrungsmittel und kaum Zucker. Das habe ich von meiner Oma und von meiner Mutter gelernt und meinem Koerper gefaellt es, dazu Sport oder auf jeden Fall Bewegung. Obwohl wir in Nordamerika leben, nehmen wir (mein Mann und ich)keine Supplements oder Pillen. Da gehoeren wir wahrscheinlich zu den 5% der Bevoelkerung hier, die nichts nehmen. Ich bin auch der Meinung wir essen zuviel. Weniger ist mehr, wenn es Qualitaet ist. Wir brauchen weniger als wir denken. Superfood in Deutschland ist fuer mich Brennessel, Rote Beete, Sauerkraut…….alles bezahlbar und super. Ich brauche keine teuren Pulver oder Superfoods, die eine super schlechte Biobilanz haben, weil sie aus Suedamerika kommen. Danke fuer Deine Gedanken, die ich absolut teile. Achtsamkeit und ein gutes Koerpergefuehl stehen jedem gut. Winterlichen Gruss aus Montreal Sabine
    uhiiii ist ja ganz schoen lang geworden mein Kommentar

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    1. Hallo liebe Sabine, vielen Dank für deine lange Nachricht. Du hast genau verstanden, worum es mir geht und das Beispiel, das du genannt hast, triffts exakt auf den Punkt. Nur weil es
      gesund isst, heißt es ja noch lang nicht, dass es mir auch gut tut.
      Ja, das glaube ich, dass es bei euch noch viel mehr ein Thema ist als bei uns, im kleinen Österreich. Und ich finde auch, dass der natürliche Weg für uns bestimmt der beste ist.
      Herzlichen Gruß aus Wien 😌✌🏽

      Gefällt 1 Person

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