[Wohlbefinden] Fit und gesund durch die kalte Jahreszeit

Nasskaltes Wetter, kurze Tage mit wenig Sonnenlicht, überheizte Räume, die unsere Schleimhäute reizen und uns besonders anfällig für Krankheitserreger machen – mit all dem haben wir in der kalten Jahreszeit zu kämpfen. Dazu kommen noch Herbst- und Winterdepressionen, die unser Gemüt endgültig zu Fall bringen.

Dem können wir mit einfachen, aber dennoch wirksamen Mitteln entgegenwirken, die unser Immunsystem stärken und unser Wohlbefinden verbessern.

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Warm anziehen

Kälte macht nicht grundsätzlich krank. Forscher, die längere Zeit in der Arktis oder Antarktis unterwegs sind, wissen zu berichten, dass trockene, eiskalte Luft praktisch frei von Viren ist, von Schnupfen sind diese Wissenschaftler selten betroffen.

Aber Kälte macht den Körper insgesamt sensibler. Um den Wärmeverlust zu minimieren, ziehen sich die Blutgefäße sowie die Schleimhäute zusammen mit der Folge, dass Letztere nicht mehr gut durchblutet werden. Das schwächt im Ergebnis die Abwehr.

Dem entgegen wirkt warme Bekleidung, insbesondere sollten wir darauf achten, immer warme Füße und einen warmen Unterleib zu haben. Warme Socken und Schuhe, ein dicker Schal und eine dichte Mütze sind daher hervorragende Waffen gegen die Erkältung. Wer sich zusätzlich die Zeit für ein regelmäßiges abendliches Fußbad nimmt, hat den Kampf bereits gewonnen.

Neben den Erkältungen haben auch Blasenentzündungen während der kalten Jahreszeit Hochkonjunktur. Wegen ihrer relativ kurzen Harnröhre, die die Krankheitskeime leicht durchdringen können, sind besonders Frauen von diesem sehr unangenehmen Krankheitsbild betroffen.
Dagegen hilft es, sehr viel zu trinken (keinen Alkohol), um die Bakterien immer wieder massiv auszuspülen. Der damit verbundene Harndrang darf nicht unterdrückt werden. Der Körper signalisiert uns damit, dass die „befallene“ Blase unbedingt immer wieder entleert werden soll.

Unbedingt gegen den Stimmungsabfall ankämpfen

Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden, daher gibt es auch so viele psychosomatische Krankheiten. Wir sind daher gut beraten, aktiv etwas dafür zu tun, dass uns die kurzen, dunklen, kalten Tage eben nicht depressiv werden lassen. Allerdings birgt diese Situation auch eine biochemische Komponente, nämlich einen erniedrigten Serotoninspiegel, der bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist.

Was ist also zu tun? Ausgedehnte Spaziergänge im Freien und dabei möglichst viel Licht zu tanken sind empfehlenswert.

Was auf jeden Fall hilft, das ist gute Laune, die zum Beispiel bei gemeinsamen Unternehmungen mit Freunden oder mit der Familie zustande kommt. Noch mehr Tipps um der Herbst- und Winterdepression vorzubeugen gibt es auf dieser Seite.

Die längere Dunkelheit lässt sich durchaus auch positiv nutzen, indem man einfach länger schläft. Ein erholsamer Schlaf ist nämlich ein sehr wichtiger Beitrag zur Stärkung des Abwehrsystems.

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Wohnung und Büro gut durchlüften

Die muffige, trockene Heizungsluft, in der sich die Viren gut vermehren können, muss immer wieder ausgetauscht werden. Dies geschieht am besten durch ein (häufiges) intensives Stoßlüften, das übrigens auch der Schimmelbildung in den Räumen entgegenwirkt. Dazu sollte man wissen, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit lösen kann als kalte Luft. Das ist der Grund für die Nebelbildung zum Beispiel am kühlen Herbstabend.

Zwar dringt durch das Lüften kühle, feuchte Luft in den Raum ein, aber nach dem Schließen der Fenster erwärmt sich die Luft schnell, wobei die relative Luftfeuchtigkeit stetig absinkt, was bald wieder zum Problem für unsere Schleimhäute (zum Beispiel trockene Augen) werden kann.

Aus diesem Grunde sollte eine Überheizung der Räume unbedingt vermieden werden. Die optimale Temperaturspanne liegt zwischen 20 und 22 Grad Celsius.

Gesund durch den Winter durch ausgewogene Ernährung

Vitamine und Mineralstoffe unterstützen effektiv unseren täglichen Kampf gegen Krankheitskeime. Über die Unterbindung der Keimvermehrung durch Zugabe von Vitamin C wurden unzählige überzeugende Studien durchgeführt.
Aus diesem Grunde sollten frisches Obst und Gemüse gerade im Winter ein Hauptbestandteil unserer täglichen Ernährung sein.

Zudem kann Ingwer in den Speiseplan integriert werden – die scharfe, aromatische Knolle enthält unter anderem ätherische Öle, die den Kreislauf anregen und zugleich hustenstillend sowie entzündungshemmend wirken.

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Holunderbeersaft ist sehr vitaminreich und enthält wichtige Antioxidantien.

Sport als Hauptfeind der Erkältungskrankheiten

Sport an der frischen Luft stärkt das Immunsystem. Besonders empfehlenswert ist ein wöchentlicher moderater Waldlauf, wobei wir zum Schutz unserer Gelenke auf einen möglichst weichen Untergrund und auf sehr gute Sportschuhe, die die Stöße gut abfedern, achten sollten.

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Geschwindigkeit, Länge und Häufigkeit des Waldlaufs hängen selbstverständlich von der persönlichen Leistungsfähigkeit, Fitness und gegebenenfalls auch vom Alter ab. Allgemein gilt aber für alle, dass das Schwitzen in kalter, zügiger Luft unbedingt zu vermeiden ist, denn dies wirkt sich absolut kontraproduktiv aus und kann sogar eine schwere Lungenentzündung zur Folge haben. Aus diesem Grunde ist unbedingt auf die richtige Bekleidung bei sportlichen Aktivitäten im Winter zu achten.

Ein weiterer als sehr positiv zu bewertender Aspekt ist die durch Sport ausgelöste Serotonin-Ausschüttung. Das körpereigene sogenannte Glückshormon hellt die mentale Stimmung deutlich auf, eine Winterdepression hat mit Sport keine Chance.

Wichter Hinweis:
Wenn du bereits eine stärkere Erkältung oder gar eine fiebrige Grippe hast, dann musst du auf Sport unbedingt erst mal verzichten, weil nun dein Körper alle zur Verfügung stehende Energie zur Bekämpfung der Krankheit benötigt. Wer sich in diesem Zustand dennoch sportlich betätigt, riskiert einen Rückfall zum Beispiel in Form einer schweren Bronchitis.

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